Preview Week 15

    • Offizieller Beitrag

    Wie gestern angekündigt hier der zweite Teil des MFL Networks in dieser Woche mit denselben Hinweisen wie gestern. Trotzdem viel Spaß beim Lesen auch wenn die Qualität nicht die gewohnte ist.


    Matchup of the Week


    Diese Woche sehen wir uns die zwei größten Stärken der Teams des Matchups der Titans und Steelers an. Für beide Teams ist der Playoffzug wahrscheinlich abgefahren. Die Steelers müssten mindestens zwei von vier verbleibenden Spielen auf die Jets und Browns aufholen, die Titans sogar drei. Vorausgesetzt ist natürlich, dass andere Teams mit gleichem oder knapp besserem Record ebenfalls Federn lassen. Hinzu kommt, dass Tie Breaker auch noch nicht einkalkuliert sind.



    Die Bilanz der Titans mit 4-9 und die der Steelers mit 5-8 deuten eigentlich nicht auf großartige Stärken hin. Doch der Schein trügt denn die Liga ist enger als man denken könnte


    Die Titans stellen als Team die stärkste Rushing Attack der Liga. Angeführt von King Henry, erliefen die Titans bereits 2.334 Yards in nur 13 Spielen. Für den Rekord der Eagles aus der Madden Saison 2021 Season 1 mit 3.307 wird es wahrscheinlich nicht ganz reichen, doch hält man den aktuellen Schnitt von 179 Yards pro Spiel, so würden die Titans als sechstes Team überhaupt die 3.000 Yard Marke knacken.


    Auf Kurs liegen die Titans auch, wenn es um den Rekord an erlaufenen Rushing Touchdowns in einer Saison geht. Bereits 28 Touchdowns erliefen die Titans. Der Rekord der MFL New York Giants mit 36 Rushing Touchdowns aus der Saison Madden 21 – Season 2 liegt noch voll in Schlagdistanz. Jedoch liegen die Titans in dieser Kategorie nur auf Rang zwei und werden sich, wenn es um diesen Rekord geht, wahrscheinlich hinter den aktuelle Cleveland Browns anstellen müssen, die in dieser Saison bereits 34 Rushing Touchdowns erzielen konnten. Die Werte sind trotzdem unglaublich faszinierend.


    Derrick Henry wird natürlich den Großteil der Arbeit übernehmen. Er allein ist bereits für 1.659 der erzielten Rushing Yards und 20 erlaufenen Touchdowns verantwortlich. Doch auch seine Backups und Quarterback Ryan Tannehill sollte man im Auge behalten.


    Die Steelers hingegen knüpfen an alte Tugenden an. Der Steel Curtain hängt wieder fast undurchdringbar vor den gegnerischen Offensiven. Gegen den Run lassen die Steelers nur die viertwenigsten Yards zu. Mit 1.188 Yards muss man sich nur knapp hinter den Bucs, Bills und Giants anstellen. Man erkennt vor allem an den Statistiken, dass die Spieler ihre Rollen einhalten. Die Leading Tackler sind die beiden MLBs J. Schobert und D. Bush, gefolgt von den beiden Defensive Backs M. Fitzpatrick und C. Sutton. Die Philosophie ist klar. Jeder nimmt seine Blocks dementsprechend auf und hält die Gaps und die MLBs und Safeties räumen ab. 3,7 Yards im Schnitt pro Lauf lassen die Steelers zu. Vergleicht man das mit den aktuellen Werten der echten NFL Saison, so lägen die Steelers hier auf einem geteilten ersten Platz.


    Stark auch die Werte der Steelers Defense in der Redzone, in der die meisten Teams primär laufen, um im kurzen Feld Fehler zu vermeiden. Nur 17 Touchdowns ließ das Team aus Pittsburgh in der gefährlichen Zone zu, was Platz zwei der Liga bedeutet.


    Wie könnte sich das Ganze auf das Spiel auswirken?


    Etablieren die Titans früh den Lauf, so öffnet sich auch das Playaction Passspiel auf die starken Receiver A.J. Brown und J. Jones und könnte die Steelers schnell dazu zwingen, ihr eigenes Offense Playbook zu öffnen um auf dem Scoreboard mithalten zu können. Gerade das, liegt den Steelers mit der jungen Offensive diese Saison nicht wirklich.


    Finden die Steelers aber früh einen Weg, Henry und Co. aus dem Spiel zu nehmen, können sich die Titans an einer ebenfalls starken Passdefense der Steelers bei Third and longs die Zähne ausbeißen. Die Fehlerquote von QB Tannehill ist nicht gerade gering mit bisher mehr geworfenen Interceptions als Touchdowns. Die Steelers würden sich auf ihre Stärke in der Offense konzentrieren können und das Spiel in ihre Richtung bewegen.


    Den Kurs für Erfolg oder Misserfolg wird somit höchstwahrscheinlich die Rushing Attack der Titans bzw. die Rushing Defense der Steelers angeben und den Gameplan der Teams entscheidend beeinflussen.

    Player to Watch Offense

    Seattles Runningback Chris Carson spielt eine fantastische Saison. Er hat Russel Wilson als das Herzstück der Offensive der Seattle Seahawks in dieser Saison abgelöst. Läuft es bei Carson rund, läuft es bei den Seahawks. Doch sein Weg zum MFL Star war nicht leicht und oft spielte er nur die zweite Geige.



    Dies fing bereits auf dem College an. Bevor er sein Talent an der Oklahoma State University in der Big 12 unter Beweise stellen konnte, musste er sich erst über das Butler Community College in El Dorado Aufmerksamkeit verschaffen.


    Auch nach einer Zeit am College, waren NFL Scouts nicht wirklich überzeugt von ihm. Die Seattle Seahawks erkannten trotzdem Potential in dem jungen Runningback und drafteten ihn schließlich in Runde sieben des 2017er Drafts. Es sollte sich als das richtige Team erweisen, da die Runningback Situation nach dem Abgang von Marshawn Lynch ein Loch auf dieser Position hinterließ. In einem weniger stark besetzten Backfield inkl. der übergewichtigen Ex-Packers Hoffnung Eddie Lacy, erkämpfte sich Carson den Platz als Starter. In Woche vier kam allerdings der frühzeitige Schock, als er sich schwer am Knöchel verletze und die Saison auf der IR beendete.


    In seinem zweiten Jahr etablierte er sich aber fest als Starter und konnte in den beiden kommenden Saisons die 1.000 Yard Rushing Marke knacken. 2020 war er auch auf dem Besten Weg, ehe ihn eine weitere Verletzung einige Woche zurückwarf.


    Diese Saison spielt Carson aber mit Abstand die beste seiner Karriere und ist aus dem Angriffsspiel der Seahawks nicht mehr wegzudenken. In 13 Spielen erlief er bereits 1.192 Yards und erzielte 19 Touchdowns über dem Boden. Nur Derrick Henry und Nick Chubb erzielten mehr Rushing Touchdowns. Auch sein Schnitt von 4,8 Yard per Carry ist hervorragend.


    Und um noch ein Wörtchen um die Playoffs mitreden zu können, muss Carson auch weiterhin abliefern. Bei den Rams trifft man auf alte Bekannte. Im ersten Division Spiel der Saison erlief Carson zwar keinen Touchdown, konnte mit 133 Yards über den Boden, 54 gefangenen Yards und einem Receiving Touchdown aber einen großen Beitrag zum Sieg hinzutun. Wir vom MFL Network glauben auch, dass er gegen außer Form befindende Rams ebenfalls starke Zahlen liefern kann. Er wird der X-Factor der Offense sein, um im Rennen zur K.O. Runde am Ball zu bleiben.

    Player to Watch Defense

    Seit dem Merge der NFL und AFL kam es bereits fünf Mal vor, dass ein Team in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den First Overall Draft Pick ziehen durfte. Das waren in den 70er und 80ern jeweils die Bucs, in den 90ern die Bengals, in den 2000ern die Browns und 2017 und 18 wieder die Browns. Ein Teil des letzten Double First Overall Picks war Defense End Myles Garret. Bevor er 2017 von den Browns als erster Spieler des Drafts ausgewählt wurde, hatte er bereits eine beachtliche High School und College Karriere.



    Schon an der High School erkannte man, dass ihm großes zugetraut wurde. Als zweitbester National High School Prospect entschied er sich 2014 schließlich für das Stipendium an der Texas A&M. Und auch hier legte er umgehend los. Er brach als True Freshman den Texas A&M Rekord mit 5,5 Sacks in nur sechs Spielen und den SEC Freshman Rekord mit acht Sacks in neun Spielen. Den zweitgenannten Rekord hielt vorher sein jetziger Teamkollege und Pass Rush Partner Jadeveon Clowney. Er schaffte umgehend den Sprung ins Freshman All-American und Freshman All-SEC Team.


    Bereits in seinem Sophomore Year gewann er den Bill Willis Award als bester DLiner der Liga und wurde ins First-Team-All-American berufen.


    In seinem Junior Year wurde er wieder in das First-Team-All-American gewählt und erklärte am kommenden NFL Draft teilzunehmen. So ziemlich alle Experten waren sich hier einig, dass Garrett das größte Talent des Drafts war und mit ziemlicher Sicherheit an Platz Eins gezogen wird.


    Seitdem terrorisiert er die gegnerischen Quarterbacks auch in der NFL mit großem Erfolg und zählt zu den besten seiner Zunft. Bis zum Ende der 2020er Saison erzielte er in 51 Spielen 42,5 Sacks. 2019 war er im engeren Rennen um den Defense Player of the Year Award als er in 10 Spielen bereits 10 Sacks erzielte. Doch seine Saison endete in einer Suspendierung für die letzten Spiele, als er sich nach einer angeblichen Provokation von Steelers Quarterback R. Mason bei nur noch acht Sekunden in der regulären Spielzeit zu unnötigen Tätlichkeiten hinreißen ließ. Bevor Garrett 2020 wieder am Spielbetrieb teilnehmen durfte, war seine Suspendierung die zweitlängste in der Geschichte der Liga für unnötiges und dummes Verhalten während eines Football Spiels.


    Diese Saison läuft für Garrett noch nicht wie gewohnt und er zählt zu den bisherigen Enttäuschungen der Liga. Mit nur sechs Sacks in elf Spielen liegt er deutlich hinter seinen Ansprüchen und weit hinter den aktuellen Sack Leadern der MFL. Doch ein Spiel genügt oft, um wieder in die gewohnte Dominanz an der Line of Scrimmage zu finden. Im Matchup gegen die Las Vegas Raiders könnte ihm die Spielweise Derek Carrs zugutekommen. Oft nimmt der Spielmacher der Raiders unnötig tiefe Dropbacks oder scrambelt ohne Druck aus der Pocket. Ein gefundenes Fressen für einen Jäger auf Garretts Niveau.


    Wir vom MFL Network trauen Garrett zu, in diesem Spiel seine Form zurückzufinden, um in der heißen Phase der Saison wieder voll angreifen zu können und ein wichtiges Puzzleteil für die Browns im Kampf um die Playoffs zu sein.

    Game of the Week


    Nach dem Game of the Year in der letzten Woche kommen wir nun wieder zu einem regulärer Game of the Week. Hier haben wir auch wieder ein Spitzenduell vor der Nase, denn wir schauen auf das direkte Duell der Spitzenreiter der NFC West und der NFC North. Die Arizona Cardinals mit Ihrem Headcoach Subbadueb sind zu Gast bei Kelsier und seinen Detroit Lions.



    Die Lions, die erst in der letzten Wochen mit den Broncos einen dicken Brocken vor der Brust hatten wollen gegen die Cardinals versuchen wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Denn im Hintergrund lauern die Packers mit 2 Siegen dahinter nur auf weitere Ausrutscher in Motor City.


    Bei den Cardinals ist die Situation etwas entspannter, denn man hat auf seinen ärgsten Verfolger aus Seattle 4 Spiele Vorsprung. Man möchte aber keine Federn lassen, denn man hat noch ein direktes Duell gegen die Hawks vor der Brust.


    Das erste Duell der beiden Teams geht zurück auf das Jahr 1930 als die Portsmouth Spartans (Lions) gegen die Chicago Cardinals 0 – 0 spielten. Das zweite Spiel 1934 bestritten dann schon die Detroit Lions gegen die Chicago Cardinals und gewannen 6 – 0.


    Im All-Time Vergleich führen die Lions mit 35-28-6. Zudem sind die Cardinals eines von sechs Teams gegen das die Lions einen winning Record haben-


    Man hat sich seitdem über 70-Mal wieder gesehen und damit haben die Lions nur 4 weitere Teams öfter auf dem Gridiron getroffen als die Cardinals. Neben den offensichtlichen Teams Packers, Bears und Vikings tummeln sich hier noch die Rams.


    Schwelgen wir aber nicht weiter in der Historie der Teams und blicken nun gemeinsam auf die beiden Statistiken der Teams:


    Disclaimer: die Statistiken beziehen sich zu 100% auf die neue Franchise lt. Gamerhuddle.com, da es sonst unnötig aufwendig wäre die Daten nachzuhalten und zusammen zu führen.


    Cardinals

    STAT

    Lions

    11-2-0

    Record

    10-3-0

    4184

    Pass Yds

    3774

    1845

    Rush Yds

    2018

    6029

    Offense Yds

    5792

    30

    Points per Game

    34

    18

    Points against per Game

    25

    2819

    Pass Yds allowed

    2870

    1346

    Rush Yds allowed

    1432

    4165

    Total Yds allowed

    4302

    5

    Fumble Lost

    6

    16

    INT Thrown

    28

    21

    Turnover

    34

    +19

    TO Diff.

    +14

    18

    Sacked

    23

    270

    First Downs

    267

    48,8

    3rd %

    54,6

    71,4

    4th %

    53,9

    100

    2 Point %

    100

    16

    Red Zone FG

    11

    41

    Red Zone TD

    32

    84,2

    Red Zone %

    78,5

    319

    Penalty Yds

    261


    Schauen wir auf die Statistiken sehen wir den Trend das die Gäste den Ball etwas lieber durch die Luft bewegen und die Hausherren den Ball lieber über den Boden treiben.

    Beide Teams wissen, wie man Turnover erzwingt, wobei die Lions hier die besseren Werte auflegen – auf der anderen Seite geben diese den Ball aber auch deutlich öfter via Turnover ab.

    Beide Teams wissen es 3te Versuche zu konvertieren und auch in der Red Zone Punkte zu erzielen. Das sieht man daran das beide Teams im Schnitt 30+ Punkte erzielen.


    3 Key Facts for the Game:


    Arizona Cardinals

    Detroit Lions

    Nuke‘em

    Swiftly Move the Ball

    Variable Running Game

    Hock God

    Bring the Pressure

    Stop the Run


    3 Key Facts Arizona Cardinals

    • DeAndre „Nuke“ Hopkins ist der Star Receiver der Cardinals und wird von Kyler Murray immer wieder gesucht, vor allem wenn es brenzlig wird. Aber genau diese Abhängigkeit lässt auch andere Receiver wie Moore und Kirk mit „leichterer Coverage zurück und Murray weiß diese in Szene zu setzen.
    • Wenn man einen Kyler Murray, einen James Conner und einen Chase Edmonds im Backfield stehen hat dann kann man beim Laufspiel aus den Vollen schöpfen. Egal ob Triple Option, Read Option, Power Run oder Outside Run sind hier jederzeit möglich. Zudem kommen die schnellen Receiver Kirk und Moore noch jederzeit für einen Sweep in Frage.
    • Wenn die Lions und Jared Goff eines nicht gebrauchen können, dann ist es Druck und wenig Zeit in der Pocket. Die Offensive Line der Lions ist zwar nicht schlecht, aber gegen de Pressure der Cardinals mit Watt und Jones (19 Sacks!) wird diese nicht ewig halten. Und genau das ist die Sollbruchstelle, an der die Cardinals ansetzen müssen.

    3 Key Facts Detroit Lions

    • D‘Andre Swift ist das Workhorse der Lions und mit einem Average von 5,5 YPC beweist er dies auch immer wieder aufs Neue. Swift ist so zuverlässig, dass die Lions auch bei 2nd & Long für einen Lauf gehen können, wo der Gegner ggf. mit einem Pass rechnet. Zudem ist Ersatz Jamaal Williams mit 4,7 YPC ebenfalls nicht zu missachten, wenn Swift seine verdienten Pausen bekommt.
    • Was auf der anderen Seite Nuke ist, ist bei den Lions TJ „Hock God“ Hockenson. Der Tight End ist der stärkste und zuverlässigste Receiver der Lions in dieser Saison. Man sollte aber die Coverage nicht nur auf Hockenson legen, denn auch die jungen wilden Receiver angeführt von Rookie St. Brown machen Ihren Job, wenn sie benötigt werden.
    • Die Lions habe eine Top Secondary – auch wenn diese von den Werten her dies gar nicht so erwarten lässt. Daher müsse die Lions versuchen den Gegner das Laufspiel madig zu machen, damit dieser auf den Pass geht wo die Secondary um Okudah, Jefferso, Oruwariye und Walker auftrumpfen kann,

    Fazit:

    Hier erwarten wir wie in der letzten Woche ein enges Spiel was bis zum letzten Drive spannend bleiben kann. Es werde auch definitiv Turnover passieren, die Lions haben diese schon förmlich in Ihrem Spiel akzeptiert und die Cardinals spielen nicht so souverän wie der Record es erwarten lässt. Daher wird es hier entscheiden wer am Ende mehr Kapital aus den Fehlern des Gegners schlagen wird.


    Tipps MFL Network:

    Profx1988: Arizona Cardinals – Detroit Lions – 28:30


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