Up and Down
Zusammenfassung der Wochen 5 und 6:
Woche 5: Arizona Cardinals @ Washington Commanders – 42:13
In Washington zeigte sich ein sehr einseitiges Bild. Die Arizona Cardinals lieferten eine nahezu perfekte Vorstellung ab, während bei den Commanders kaum etwas funktionierte.
Vor allem die Offensive Line der Gastgeber hatte große Probleme im Pass- wie im Laufspiel. Blocks kamen zu selten durch, was das gesamte Angriffsspiel früh ins Stocken brachte. Dazu kamen (definitv unbeeinflusste
) Fehler wie Ballverluste durch schön animierte Fumbles, ungenaue Abstimmungen zwischen Quarterback und Receivern sowie mehrere Situationen, in denen Passempfänger nicht rechtzeitig reagierten oder Bälle fallen ließen. Insgesamt wirkte die Offense der Commanders nie wirklich im Spiel.
Ganz anders auf Seiten der Cardinals. Hier griff ein Rädchen ins andere. Besonders Running Back Benson hatte einen herausragenden Tag. Mit 11 Läufen für 164 Yards und drei Touchdowns sowie zwei Receptions für 60 Yards und einen weiteren Touchdown war er der klare Unterschiedsspieler der Partie.
Am Ende war es ein Spiel, in dem bei einem Team nahezu alles funktionierte, während beim anderen wenig zusammenlief. Entsprechend deutlich fiel das Ergebnis aus. Für den einen Coach ein gebrauchter Tag, für den anderen ein weitgehend kontrollierter Sieg. Woran das lag? Mit Sicherheit an der geilen und übermenschlichen Performance des Cards Coaches.
Woche 6: Arizona Cardinals @ L.A. Rams – 37:50
Das zweite Spiel bot ein deutlich ausgeglicheneres Bild, auch wenn das Ergebnis am Ende klar wirkt.
Die Rams-Offense war kaum zu stoppen und konnte ihr Spiel konsequent durchziehen. Die Defense der Cardinals fand über weite Strecken keinen Zugriff und ließ zu viele große Raumgewinne und Scores zu.
Trotzdem hielten die Cardinals offensiv einigermaßen mit. Die Offensive Line hatte jedoch im Vergleich zur Vorwoche große Schwierigkeiten und QB Kyler Murray stand häufig unter Druck, doch es ergaben sich auch Möglichkeiten, im Spiel zu bleiben.
Der entscheidende Unterschied lag letztlich in den Fehlern: Drei Interceptions auf Seiten der Cardinals verhinderten eine echte Chance auf den Sieg. In einem ohnehin offensiv geprägten Spiel wogen diese Ballverluste besonders schwer.
Das Endergebnis von 37:50 spiegelt daher weniger die grundsätzliche Konkurrenzfähigkeit wider, sondern vielmehr die Konsequenz dieser Fehler auch wenn man trotzdem irgendwie das Gefühl hatte, dass der eine Coach mehr darf als der andere.
Schlimmer als die Niederlage ist jedoch der Ausfall von Left Tackle Paris Johnson Jr. mit einer Season-Ending Injury.
Damit verliert die ohnehin nicht überragend besetzte Offensive Line ihren wichtigsten Spieler. Ein beschissener Rückschlag.
Mit Blick auf das kommende Duell gegen die offensivstarken Eagles nervt das umso mehr. Gegen ein solches Team wird man nur mit nahezu optimaler Leistung und den besten Spielern auf dem Feld konkurrenzfähig sein.