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Was für eine Saison
In Minnesota blickt man auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Regular Season zurück: 14–3, Division-Champion, Playoff-Homegame – und das im Wesentlichen getragen von (voraussichtlich) MVP J.J. McCarthy. Dazu kommt ein 10-Game-Winning-Streak, der ausgerechnet durch einen Force Win in Week 18 beendet wurde – ausgelöst durch einen einwöchigen Internetausfall, perfekt getimed zum Saisonfinale. Auch wenn die Hoffnung zwischenzeitlich bei 0,0 lag: Die Telekom hat es tatsächlich noch rechtzeitig zum Start der Playoffs hinbekommen, das Problem zu lösen.
| Spieler | Yards | Completion % | TD | INTs | Rating | Rushing Yards | Rushing TDs |
| J.J. McCarthy | 5646 | 72,4 | 53 | 16 | 123,4 | 293 | 5 |
Auch Justin Jefferson – und natürlich Dominique Hampton – müssen hier erwähnt werden. Hampton hat einen brutalen Sprung hingelegt: vom 67 OVR Normal zum #1 LB der Vikings mit 76 OVR und Superstar.
Und ja: Selbst der Passrush hat über die letzten Wochen der Saison spürbar Fahrt aufgenommen. Zwar konnte kein einzelner Spieler die 10-Sack-Marke knacken, aber in Summe stehen 53 Sacks – das ist T-#4 der Liga.
#2 Rushing Defense und #5 Total Defense (jeweils Yards Allowed per Game), dazu #3 Passing Offense sowie #6 Total Offense in Yards und #8 Total Offense in Points. Über die Regular Season kann man sich also wirklich in keiner Weise beschweren.
Wildcard: Commanders @ Vikings
Die Vikings können die Commanders mit 34:31 bezwingen und ziehen in die Divisional Round ein – aber was zur Hölle war das bitte für ein Spiel. Noch in der ersten Halbzeit sah alles nach einer klaren, kontrollierten Nummer aus. Nach einem Opening Drive, der „nur“ im Field Goal endete, drehte Minnesota richtig auf: 28 Punkte allein im zweiten Quarter. Zwischenzeitlich lag man mit 21 Punkten vorne – und hatte dabei sogar noch selbst den Ball und die Chance, das Ding endgültig zuzumachen.
Und dann: kompletter Bruch. McCarthy war von jetzt auf gleich kaum wiederzuerkennen. Drei Interceptions, davon eine Pick Six, brachten Washington innerhalb kürzester Zeit zurück ins Spiel.
Das Bittere: Man hätte das Ganze relativ entspannt „wegverwalten“ können. Das Laufspiel über Jones hat überragend funktioniert: 12 Carries, 220 Yards, über 18 Yards pro Attempt. Jones war für die Commanders praktisch nicht zu stoppen – und trotzdem blieb man stur beim Gameplan der gesamten Saison: „Let McCarthy cook.“ Nur leider waren das diesmal drei Entscheidungen, die wirklich unnötig waren – alle Picks quasi mit Ansage direkt zum Gegner.
Eigentlich hätte man es wissen müssen: Von McCarthys 16 INTs in der Regular Season kamen 4 allein aus dem ersten Spiel gegen die Commanders. Exakt dieses Muster hat sich jetzt in den Playoffs wiederholt.
Natürlich kommen da sofort Erinnerungen an das Bengals-Spiel hoch, in dem man es genauso verschenkt hat. Doch diesmal sollte sich die Geschichte nicht wiederholen. Washington wollte das Spiel mit aggressivem Playcalling unbedingt beenden und nicht in die Overtime gehen. Der 4th-Down-Call hat zunächst sogar noch funktioniert – doch kurz darauf wurde es hektisch, inklusive Time-Management-Problemen.
Daniels entschied sich dann, mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr, ohne Timeouts, für den Checkdown auf Ekeler. Der schafft es nicht mehr in die Endzone – und fumblt den Ball sogar noch mit auslaufender Uhr.
Die Vikings kommen am Ende mit einem blauen Auge davon und dürfen sich glücklich schätzen, dass dieses Spiel nicht noch komplett gekippt ist.