Beiträge von Subbadueb

    Die Wüste lebt


    In der flirrenden Hitze der Wüste kam es zu einem besonderen Aufeinandertreffen zweier Wüstenspringmäuse. Die eine, zuhause zwischen staubigen Felsen und Kakteen, hatte eine befreundete Maus aus einer anderen Ecke der Wüste zu einem freundschaftlichen Duell eingeladen. Beide freuten sich sichtlich auf das Wiedersehen, man kennt und versteht sich gut, aber ein bisschen sportlicher Ehrgeiz schwingt doch ein wenig mit.

    Als die Sonne hoch am Himmel stand, ging es los. Es ging ums Springen, ums Tempo und darum, wer den besseren Rhythmus findet, also genau das, was Wüstenspringmäuse eben am besten können. Dazu war es wichtig, seine Stärken in brennenden Sonne zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Allerdings zeigte sich ziemlich schnell ein Unterschied an diesem Tag. Die Gastgeberin kam nicht so richtig rein, wirkte einen Tick zu zögerlich, während die angereiste Maus von Anfang an voll da war und direkt ihre ersten starken Sprünge setzte.

    Mit jeder Minute wurde deutlicher, dass die eingeladene Springmaus einfach einen richtig guten Tag erwischt hatte. Sie sprang wahnsinnig hoch, landete aber sicher und machte direkt weiter, als hätte sie unendlich Energie. Es sah fast mühelos aus. Die andere Maus hielt dagegen, probierte einiges aus und hatte auch ihre Momente, aber so richtig rund lief es bei ihr an diesem Tag einfach nicht.

    Je länger das Ganze dauerte, desto klarer wurde die Richtung. Die Gastmaus war schnell und wendig und fand immer wieder Wege, ihre Stärken auszuspielen. Die einladende Maus zeigte trotzdem Einsatz und ließ sich nicht hängen, auch wenn ihr an diesem Tag ein wenig die Leichtigkeit fehlte.

    Die massig angereisten anderen Tiere aus jeder Ecke der Wüste, die zugeschaut haben, bekamen jedenfalls einiges zu sehen und staunten vor allem über die Leichtigkeit, mit der die angereiste Maus unterwegs war. Trotzdem war klar, dass hier zwei auf Augenhöhe unterwegs sind, auch wenn es das Ergebnis an diesem Tag nicht ganz so gezeigt hat.

    Am Ende stand ein deutliches Resultat, das aber vor allem die Tagesform widerspiegelt. Nach dem Duell war die Stimmung trotzdem gut, man verabschiedete sich freundlich wenn auch diesmal ohne großartige Unterhaltung im Anschluss, da die Gastmaus mit Kopfschmerzen nach Hause zog. Das nächste Mal sollte man evtl. ein wenig mehr Flüssigkeit zu sich nehmen.

    Alle sind sich jedoch einige und hoffen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es in der Wüste das nächste Aufeinandertreffen gibt.


    Endstand: Cardinals @ Raiders - 44:24


    Danke Flashpaddy wie immer. Es war mir eine Freude. Beim nächsten Mal bin ich fitter und die Quatscherei geht dann auch im Anschluss wieder weiter ;) Dir alles Gute noch und zum nächsten Mal.

    In der Wüste gibt es doch noch Leben

    Gestern empfingen die Cards die hochfavorisierten L.A. Rams. Mit einem Record von 8 zu 1 und einem klaren Sieg aus dem Hinspiel im Rücken reisten diese mit viel Selbstvertrauen in die Wüste. Allerdings mussten sie bereits vor dem Spiel auf einige Starter verzichten und hatten auch während der Partie großes Verletzungspech. Am schlimmsten traf es Center Avila, der sich die Kniescheibe brach und damit für den Rest der Saison ausfällt.

    Auf dem Feld war früh zu erkennen, warum die Rams bislang so erfolgreich unterwegs waren. Sie bewegten den Ball deutlich besser und ihre OLine machte einen starken Job für QB D. Jones. Die Gastgeber hingegen hatten mehr Probleme, konstant und sauber Raumgewinn zu erzielen.

    Trotzdem war das Spielglück diesmal auf der Seite der Vögel. Die Rams leisteten sich ungewohnt viele Fehler. Gleich im ersten Drive fing die Defense eine Interception, die direkt zum Touchdown zurückgetragen wurde. Insgesamt unterliefen den Rams drei Interceptions, dazu ein Fumble in aussichtsreicher Position und ein 60 Yard Field Goal kurz vor der Halbzeit, als nur der Sound des Pfostens zu hören war.

    Die Cards konnten diese Chancen gut nutzen. Neben dem defense Touchdown nach Drive Eins, sorgte vor allem M. Harrison Jr. für starke Momente. Mit 9 Catches, über 140 Yards und einem Touchdown hatte er einen echten Sahnetag. Dazu kam ein Big Play von Benson, der einen Pass über 68 Yards in die Endzone trug und dabei mehrere Tackles abschüttelte.

    Auch kleinere Fehler, wie Drops oder eine unnötige, aber stark verteidigte Interception im zweiten Drive, haben die Gastgeber nicht ganz aus dem Konzept bringen können. Konnten die Rams scoren, folgte die Antwort.. Waren die Rams auf dem Vormarsch, konnten sie irgendwie abgeblockt werden.

    In der zweiten Halbzeit kamen die Rams nochmal besser ins Spiel und man hatte kurz das Gefühl, dass das Momentum kippen könnte. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel konnte man gut dagegenhalten und hat das Spiel kontrolliert zu Ende gebracht (das geblockte Fieldgoal mit auslaufender Uhr aus dem letzten Spiel bringt hier immer noch jeden zum Würgen).

    Ein Vorteil war auch, dass die Rams zunehmend eindimensional wurden und man sich vor allem zum Ende hin auf sichere Coverages konzentrieren konnte.

    Durch den Sieg ist wieder etwas Leben in die Wüste zurückgekommen und plötzlichsind die Cards wieder im Rennen um die letzten Playoffplätze. Der restliche Spielplan bleibt allerdings schwierig und die Konkurrenz wird ebenfalls alles reinwerfen. Mal sehen, was noch passiert.


    Endstand L.A. Rams @ Arizona Cardinals 28 zu 41


    Fazit:
    Das heutige Spiel kann man gut einordnen. Die Rams sind ein stark geführtes Team und das Glück lag diesmal klar auf Cardinals Seite. Wenn/falls man sich in den Playoffs oder in der nächsten Saison wieder trifft, kann das Ganze auch ganz anders aussehen. Danke Julian für das wie immer entspannte Maddenklima und das faire Spiel. Dir alles Gute und bis zum nächsten Mal.

    Und täglich grüßt das Murmeltier

    Heute gibt es keinen großartigen Spielbericht, keinen lustiger Artikel, kein KI Content, ... dafür Standard Blabla, da sich aktuell jede Spielwoche gleich anfühlt. Ein Team darf, das andere darf nicht so ganz oder gar nicht. Defense findet nicht statt und es hagelt Punkte ohne Ende im Arkadejahr 2026.

    Diesmal waren die Cards wieder die glücklicheren in ihrem zweiten von drei Duellen gegen ein L.A. Team in dieser Saison. Trotz der Verletzung von HB Benson, der den Rest des Spiels geschont wurde, konnten die Cards schalten und walten wie sie wollten. Denn lief etwas mal nicht so rund, wurde das mit einem "es-läuft-gleich-doppelt-nicht-rund" bei den Chargers mehr als ausgeglichen. Selbst verzogene Bälle von Murray, wie die eine Schwachsinns-INT in HZ1, als die Hook Route 3 Meter überworfen wurde, spielten keine Rolle.

    Im Vergleich zum Spiel gegen die Eagles, in welchem die Cards ab dem Fumble vor dem HZ 2MW nicht mehr teilnehmen durften, war es gestern wieder das Gegenteil.

    Die Dialoge vor dem Spiel ähneln sich auch immer mehr. Nachdem logischen "Wie geht es Dir?" oder "Alles gut bei Dir" kommt oft schon der Spruch "Mal sehen wer heute bevorzugt wird". Irgendwie Schade denn die Gespräche insgesamt als auch die freundliche Atmosphäre in unseren Chats leiden darunter. Der Spaß wird einem Spieler komplett genommen, der andere verliert diesen logischerweise auch.

    Zusätzlich kommen Punkteergüsse auch immer häufiger vor. Mehr als 80 Punkte pro Spiel sind anscheinend der neue Standard. Diese Saison gab es schon 26 Spiele mit mehr als 80 Punkten. Zu Season 1 waren es zum gleichen Stand gerade einmal 14 Spiele mit mehr als 80 Punkten. Die Anzahl hat sich also fast verdoppelt.

    Entgegenwirken kann man dem Ganzen auch kaum. Man kann einfach nur hoffen, dass es mit M27 wieder besser wird, dieses Bevorzugen aufhört und Defenses wieder mehr am Spiel teilnehmen dürfen.

    Phipsi Dir noch eine Gute Saison und viel Erfolg im Kampf um die Playoffs. Ich gönne es dir sehr, wenn du dieses den nächsten Schritt machst. Bis zum nächsten Mal.

    Up and Down


    Zusammenfassung der Wochen 5 und 6:


    Woche 5: Arizona Cardinals @ Washington Commanders – 42:13

    In Washington zeigte sich ein sehr einseitiges Bild. Die Arizona Cardinals lieferten eine nahezu perfekte Vorstellung ab, während bei den Commanders kaum etwas funktionierte.

    Vor allem die Offensive Line der Gastgeber hatte große Probleme im Pass- wie im Laufspiel. Blocks kamen zu selten durch, was das gesamte Angriffsspiel früh ins Stocken brachte. Dazu kamen (definitv unbeeinflusste ;) ) Fehler wie Ballverluste durch schön animierte Fumbles, ungenaue Abstimmungen zwischen Quarterback und Receivern sowie mehrere Situationen, in denen Passempfänger nicht rechtzeitig reagierten oder Bälle fallen ließen. Insgesamt wirkte die Offense der Commanders nie wirklich im Spiel.

    Ganz anders auf Seiten der Cardinals. Hier griff ein Rädchen ins andere. Besonders Running Back Benson hatte einen herausragenden Tag. Mit 11 Läufen für 164 Yards und drei Touchdowns sowie zwei Receptions für 60 Yards und einen weiteren Touchdown war er der klare Unterschiedsspieler der Partie.

    Am Ende war es ein Spiel, in dem bei einem Team nahezu alles funktionierte, während beim anderen wenig zusammenlief. Entsprechend deutlich fiel das Ergebnis aus. Für den einen Coach ein gebrauchter Tag, für den anderen ein weitgehend kontrollierter Sieg. Woran das lag? Mit Sicherheit an der geilen und übermenschlichen Performance des Cards Coaches.


    Woche 6: Arizona Cardinals @ L.A. Rams – 37:50

    Das zweite Spiel bot ein deutlich ausgeglicheneres Bild, auch wenn das Ergebnis am Ende klar wirkt.

    Die Rams-Offense war kaum zu stoppen und konnte ihr Spiel konsequent durchziehen. Die Defense der Cardinals fand über weite Strecken keinen Zugriff und ließ zu viele große Raumgewinne und Scores zu.

    Trotzdem hielten die Cardinals offensiv einigermaßen mit. Die Offensive Line hatte jedoch im Vergleich zur Vorwoche große Schwierigkeiten und QB Kyler Murray stand häufig unter Druck, doch es ergaben sich auch Möglichkeiten, im Spiel zu bleiben.

    Der entscheidende Unterschied lag letztlich in den Fehlern: Drei Interceptions auf Seiten der Cardinals verhinderten eine echte Chance auf den Sieg. In einem ohnehin offensiv geprägten Spiel wogen diese Ballverluste besonders schwer.

    Das Endergebnis von 37:50 spiegelt daher weniger die grundsätzliche Konkurrenzfähigkeit wider, sondern vielmehr die Konsequenz dieser Fehler auch wenn man trotzdem irgendwie das Gefühl hatte, dass der eine Coach mehr darf als der andere.

    Schlimmer als die Niederlage ist jedoch der Ausfall von Left Tackle Paris Johnson Jr. mit einer Season-Ending Injury.
    Damit verliert die ohnehin nicht überragend besetzte Offensive Line ihren wichtigsten Spieler. Ein beschissener Rückschlag.

    Mit Blick auf das kommende Duell gegen die offensivstarken Eagles nervt das umso mehr. Gegen ein solches Team wird man nur mit nahezu optimaler Leistung und den besten Spielern auf dem Feld konkurrenzfähig sein.

    IN DEN WAHNSINNN GETRIEBEN

    Am gestrigen Abend trafen die Tampa Bay Buccaneers auf die Arizona Cardinals und was zunächst wie ein souveräner Spaziergang der Bucs aussah, entwickelte sich am Ende zu einer Mischung aus Slapstick, Tragikomödie und F... dich Madden..

    Kurzfassung für die, die eh nicht lesen:
    Die Bucs dominierten 43 Minuten und 34 Sekunden.
    Die restlichen 4 Minuten waren die absolute Eskalation.


    Tampa Bay spielt Madden auf Rookie

    Die Bucs Offense hatte mehr Freiheiten als ein Fuchs im Hühnerstall. Baker Mayfield stand in der Pocket, als wär das die Comfortzone schlechthin, wartete gemütlich auf seine Crossing Routes und servierte die Bälle, sobald sich irgendwo eine Lücke auftat.

    Das Laufspiel sah aus Sicht der Cards ungefähr so aus: „Hier bitte durchlaufen, wir halten die Tür auf.“ Eben wie ein guter Gastgeber.


    Cardinals Offense im Escape Room

    Währenddessen kämpfte QB Murray auf der anderen Seite mit einer Defense, die offenbar beschlossen hatte ein Fangnetz für kleine rote Vögel zu sein.

    Runs wurden permanent für Raumverlust gestoppt und Pässewarne meist durch Dauerdruck, schief, hektisch oder direkt zum Gegner.

    Highlight waren die drei Interceptions.

    • INT 1: Ein WR-Screen nach links, der Ball wird getippt, fliegt quer über die Line und wird auf der komplett falschen Seite gefangen.
    • INT 2: Aus dem Druck unterworfen. Passiert und man hätte den Sack nehmen sollen.
    • INT 3: Getippt und dann mit einem Hechtsprung aus gefühlt 5 Metern noch von der Grasnarbe gekratzt.

    ZWISCHENSTAND: 23:07


    Bis 4:26 vor Schluss war das Spiel so einseitig, dass man fast schon in Selbstmitleid versank. Die Bucs führen 23:07 und konnten das Ding mit einem Field Goal zumachen.


    Die große Zirkusnummer

    Das Field Goal wird geblockt. Natürlich wird es auch noch zum Touchdown zurückgetragen.

    Doch wie der Block zu Stande kam war schon spektakulär. Der usergesteuerte Blocker kommt von rechts durch aber geblockt wird der Kick von einem CPU-Spieler von links. Teamwork makes the dream work nur halt für die falsche Mannschaft.

    Als Bonus entscheidet sich Kicker McLaughlin offenbar, den Kick auch einfach nicht richtig durchzuziehen.

    Die 2-Point Conversion sitzt natürlich auch. Plötzlich nur noch 8 Punkte Unterschied.

    Das Momentum kippt komplett auf Seiten der Cardinals.

    Plötzlich können die Cardinals Football spielen

    Die Bucs-Offense war auf einmal komplett verschwunden. Three and Out, das erste Mal in diesem Spiel.

    Die Cardinals marschieren übers Feld, als hätten sie die letzten 40 Minuten einfach übersprungen.

    1:20 vor Schluss: TE Bellinger macht seinen zweiten TD + 2-Point Conversion auf Marvin Harrison Jr zum 23:23


    Der krönende Abschluss

    Noch 1:20 auf der Uhr. Die Bucs haben die Chance auf den Sieg. Erstes Play 4-Yard-Pass auf Goodwin; zweites Play - direkt nach dem Snap oder im Snap erfolgt der Pass direkt in die Arme von LB Baker.

    Return bis an die 1-Yard-Linie. Kyler kniet zweimal ab. Field Goal.

    Game Over. Cardinals gewinnen.


    Fazit

    Was soll man zu diesem Spiel sagen?

    44 Minuten lang durfte ein Coach quasi nicht mitspielen, und in den letzten 4 Minuten wurde dem anderen Coach das Spiel und der Sieg versaut. Ein Spiel, das tatsächlich erst langweilig dominant und dann komplett lächerlich wurde. Selten evtl. auch noch nie, habe ich mich für so einen Sieg so geschämt
    Markus, ich hoffe wirklich, dass dir der Spaß nicht verloren geht. Die Unterhaltung war wie immer top.
    Und beim nächsten Duell hoffen wir beide einfach auf Speil mit gleichen Voraussetzungen und keinen Slapstick. Das kommt zwar aktuell immer seltener vor, gibt es aber ab und dann doch wieder.