Beiträge von Subbadueb

    Motivation das A und O?

    Season 2 war eine Saison zum Vergessen. Die Playoffs wurden trotz eines Starts von 7 zu 2 am Ende klar verpasst, man musste mit vielen Verletzungen kämpfen und Spieler, die sich selbst als All-Pros sahen, fielen in ein moralisches Loch.

    Vor der physischen Vorbereitung war alles noch in bester Ordnung. Die Stimmung war gut, die Jets verstärkten sich auf dem Papier passend in der Free Agency und trafen gute Entscheidungen im Draft.

    In der Free Agency brachten die Jets durch A. Schwartz den benötigten Speed auf die Receiver-Position. In der O-Line schaffte man Cap Room und Breite durch den Trade von Vera-Tucker zu den Falcons, welche im Gegenzug LG Bergeron und einen Pick an den Big Apple sendeten. Mit QB D. Watson schaffte man eine gewisse Sicherheit auf der QB-Position, sofern A. Rodgers retired und man im Draft nicht an die begehrten QBs herankommen sollte. TE B. Jordan ersetzte die Abgänge auf der TE-Position und RT T. Steele sowie ROLB T. Fields brachten noch mehr Depth in das Roster.

    Die Priorität im Draft lag klar auf einem zukünftigen Starter auf der Signal-Caller-Position. Da man die entsprechenden Needs der anderen Teams sowie Trades im Auge behielt, ging man das Risiko ein und holte sich seinen eigentlichen Wunschspieler nicht auf Position 23, sondern draftete nach Best Available, was in dem Fall auch ein klarer Need war. Mit RG M. Edwards zog man hier einen fertigen Spieler, der trotz seiner 22 Jahre umgehend mehr Sicherheit in die O-Line bringen sollte und gleichzeitig den Abgang von Vera-Tucker kompensierte.

    Das Risiko, den Wunschspieler mit dem ersten Pick nicht zu ziehen, zahlte sich aus. Ebenfalls durch einen Trade in Saison 1 durften die Jets schon früh in Runde 2 picken. QB R. Faulk, welcher im Draftboard der Jets in den Top 3 lag, konnte an Position 37 fest an die Gang Green gebunden werden.

    Doch das war noch nicht alles. Draft Day 2 sollte weiterhin ein voller Erfolg werden. An Position 52 und 55 pickten die Jets weitere Starter mit MLB A. Burrell und DT J. Snead. Tag 3 begann ebenfalls erfreulich, als man RT K. Young ebenfalls an die Jets binden konnte und einen weiteren Starting Job vergeben konnte. Die restlichen fünf Picks erweiterten den Kader oder fanden vorerst im PS ihren Platz.

    Die OVR-Entwicklungen der ersten fünf Picks bestätigen die gute Draftvorbereitung:

    • RG M. Edwards – OVR 77 → OVR 82
    • QB M. Faulk – OVR 74 → OVR 87
    • MLB A. Burrell – OVR 76 → OVR 83
    • DT J. Snead – OVR 77 → OVR 84
    • RT K. Young – OVR 74 → OVR 81

    Man konnte also guter Dinge in die Saison gehen. Doch im Trainingscamp gab es bereits die ersten Andeutungen, dass die Saison nicht so laufen sollte, wie man es sich erwünscht hatte. Trotz der klaren Ansage, dass die Starting-Defense-End-Spots vergeben sind, brachten die Backups eine gewisse Unruhe in das Team und reflektierten eher auf andere als auf sich selbst.

    Kurz vor dem Opener lag der Fokus dann erstmal auf mentaler Abkühlung als auf dem Gegner. Sehr unpassend, da unter anderem die Key-Positionen zum Thema Kommunikation von Rookies besetzt wurden und erstmal in den Hintergrund rückten.

    Die Folge war eine verdiente Auftaktniederlage bei den Patriots. Trotz der Chance, das Spiel am Ende noch auszugleichen, stimmte die Kommunikation zwischen dem Playcaller und dem Rookie-QB nicht und das Spiel endete mit einem Pick in der Endzone. Es war zugleich das vorletzte Spiel, welches die Jets mit ihren eigentlichen Startern betreten sollten.

    In Woche 2 und 3 fehlten bereits HB B. Hall und WR2 M. Corley. Dennoch schaffte man den etwas überraschenden und deutlichen Erfolg bei den favorisierten Saints. In Woche 3 zog man den Kopf noch aus der Schlinge, als man bei den Ravens den Sieg in der OT erkämpfte.

    Ab hier litt vor allem die O-Line an Dauerverletzungen. Erst verabschiedete sich C Tippman für 4 Wochen, dann Rookie-First-Round-Guard Edwards für 6 Wochen und später nochmals für vier Wochen. Ebenfalls erwischte es T. Smith einmal für 4 und einmal für 5 Wochen. Doch nicht genug. Die Backups verletzten sich ebenfalls. T. Steele, M. Mitchell und M. Bergeron kamen ebenfalls auf gemeinsame 9 Wochen. Ein großer Schlag, vor allem für einen Rookie-QB, mit welchem die Jets stark zu kämpfen hatten. Die Stats belegen dies, doch dazu später.

    Die nächsten Spiele konnten gewonnen werden, doch wohin die Reise geht, zeichnete sich nun immer deutlicher ab. In einem Interview wurde HC Subbadueb zur Leistung seines Rookie-QBs befragt und sollte dies anhand von Stats belegen. Trotz der wahrheitsgemäßen Antwort, die statistisch auch belegbar war, kursierten seitdem Fake News durch die Medienlandschaft, was ebenfalls stark an der Moral im Team arbeitete.

    Hinzu kam noch ein überragendes Spiel gegen die Buffalo Bills, als man dem Rivalen aus New York State keine Chance ließ. 10 Sacks, ein fast perfektes Passer Rating durch QB Faulk und ein dominantes Coverage, welches Josh Allen zu zwei Picks verleitete, wurden aus den Statbüchern gelöscht. Der Sim spuckte im Nachhinein komplett andere Stats aus und die Moral blieb da, wo sie war, und nahm auch keine Fahrt in die positive Richtung auf. Auch das nächste Spiel musste simuliert werden. Trotz des Sieges nahm die geistige Abwesenheit zu, der Zusammenhalt und die Moral aber weiter ab. Man schaffte zwar noch einen Achtungserfolg gegen den amtierenden Super Bowl Sieger aus Tampa Bay, doch auch dieses Spiel hätte man schon nicht mehr gewinnen dürfen.

    Die nächsten Wochen stand dann ein gefühlt fremdes Team auf dem Feld, in welchem das Kartenhaus endgültig zusammenbrach. Trotz guter Calls und dem gewohnten variablen Playcalling konnte man beispielsweise Rookie-QB Ward nie unter Druck setzen, welcher jeden einzelnen Check durchgehen konnte, und die Jets am Ende klar unterlegen aus Cleveland abziehen mussten. Das erste Spiel, in welchem die D-Line, die eigentliche Stärke der Jets, nicht mehr am Spiel teilnahm.

    In den nächsten Wochen wurde das Ganze noch schlimmer. Gegen die Chiefs, Commanders, Steelers, Bills und Bengals setzte es verheerende Niederlagen. QB Faulk überwarf sichere Targets oder hatte trotz Protection seine Touch-Pässe zu Hause liegen lassen, was zu sehr einfachen Picks führte. Noch schlimmer war jedoch die Performance der bereits erwähnten D-Line, das Prunkstück der Jets. Es half natürlich nicht, dass ausgerechnet X-Factor Q. Williams in diesen Spielen fehlte, doch auch in seinem einzigen Quarter gegen die Chiefs lief er eher als Nebendarsteller über das Feld.

    Das Team war am Boden zerstört und die Saison trotz eines 7 zu 2 Starts vorbei. Die letzten Wochen glichen dann eher einer Anwesenheitsbestätigung als einem Wettbewerb.

    Man konnte in Woche 17 zwar nochmal die Patriots ärgern und ihnen die Divisionskrone vermasseln, doch zum Abschluss gegen die Dolphins spiegelte sich die komplette Saison in einem einzigen Spiel wider. Sechs Spieler fehlten verletzt, das Spiel selbst war ein Auf und Ab und brach bei Führung kurz vor dem Ende zusammen. V.a. da WR G. Wilson die Bedingung stellte, am Ende der Saison 100 Catches und 20 Runs in seinen Stats vorweisen zu können. Vor dem jetzigen SIM liegt er bei 92 Catches und 19 Runs. Im eigentlichen Spiel gegen die Dolphins hatte er bereits 10 Catches und 2 Runs, um seine Saison wenigstens im grünen Bereich abschließen zu können. Eine „Watschn“, die es nicht mehr gebraucht hätte, aber einmal mehr bestätigte, dass diese Saison schnell in Vergessenheit geraten muss.

    Hier noch die Stats, die den Downfall aus Saison 1 belegen:


    OFFENSE

    Sacks zugelassen

    2024: 38 à Platz 10

    2025: 48 à Platz 21

    Giveaways

    2024: 20 à Platz 1

    2025: 34 à Platz 20


    DEFENSE

    Points allowed

    2024: 23,4 à Platz 5

    2025: 32,3 à Platz 27

    Pass Yards allowed

    2024: 223,9 à Platz 6

    2025: 258,7 à Platz 26

    Rush Yard per Game

    2024: 114,3 à Platz 11

    2025: 138,3 à Platz 26 (Ausschnitt aus Woche 8 bis 15: 170,1 à Platz 32)

    Takeaways

    2024: 41 à Platz 15

    2025: 20 à Platz 27

    Sacks

    2024: 75 à Platz 1

    2025: 45 à Platz 17


    Nun heißt es erstmal einen großen Abstand zu Madden einzuhalten und anschließend wieder eine gewisse Vorfreude auf den Neutstart in Season 3 zu entwickeln und vor allem den Spaß zurückzugewinnen.

    Bis Mai und Saison 3 (was für ein Reim)

    Subbadueb

    Ich bin einfach nur enttäuscht von Dir. Ich dachte, du lässt mit mir zusammen ab Season 3 das MFL Network wieder aufleben. Dabei wird die Flucht in Ausreden gesucht! Tststs.

    Spaß bei Seite. Das ist sehr traurig und ein extrem großer Verlust. Aber alles nachvollziehbar.

    Alles Gute MFL Network und Ex-LL Buddy.