Beiträge von Subbadueb

    Die Cards haben es verschludert. CB Murphy-Bunting ist aktuell verletzt (hatte ich nicht auf dem Schirm) und kann erst in der PreSeason getradet werden. Daher haben wir nachgefragt und es geschieht nun folgendes:

    Phase 1 - Jetzt

    Raiders erhalten 4th Rounder (122)

    Cards erhalten 2nd Rounder (41)

    Phase 2 - PreWeek 1

    Raiders erhalten Murphy-Bunting

    Cards erhalten irgendeinen Pick für den nicht stattfindenden Draft nach Season 2

    Das Ergebnis ist absolut grenzwertig. Jedoch wüsste ich nicht, wie es anders hätte ausgehen sollen. Diese Boosts sind einfach komplett overpowert. Wir haben ja schon viele Runs gecalled und meist bei unter 10Sek gesnapt. Aber wenn der Lauf auf beiden Seiten nicht gestoppt werden kann, kommt so etwas bei raus. Die Big Plays kamen von alleine ohne, dass man jetzt durchgehend tief geworfen hat.

    Auch wenn ich überhaupt kein Fan von solchen Ergebnissen und Stats bin, hat mir das Spiel und das Geplaudere mit raffjeff wie immer viel Spaß gemacht. Das einzige was mich ein wenig anpisst ist der Pick Six den ich im letzten Q geworfen habe. Der war von meiner Seite komplett unnötig. Es ist genau dieses eine Play, dass man sich zurückwünscht. Aber hätte, wäre, wenn, ... Insgesamt geh ich komplett zufrieden aus Season 1 heraus.

    Auf jeden Fall Glückwunsch nochmal. Das war verdient und du hattest insgesamt weniger Fehler gemacht. Viel Erfolg dir noch weiterhin.

    Mein persönliches Empfinden ...


    Vor dem Wildcardspiel gegen die Saints hatte ich enormen Respekt vor DeJay , insbesondere vor seiner Offense. Sechsmal erzielte er in der Saison 50 oder mehr Punkte, davon dreimal in den letzten vier Spielen. Mein Kopfzerbrechen vor dem Spiel war daher: Wie soll ich Kamara und Co. stoppen? Und ist mein Team bzw. bin ich dazu überhaupt in der Lage? Zusätzlich hatte ich großen Respekt vor seiner aggressiven Defense, mit der ich in der Vergangenheit immer wieder Probleme hatte.

    Am Ende war meine Herangehensweise jedoch simpel: Egal. Es gibt nichts zu verlieren. Die Saison war ohnehin bereits ein voller Erfolg. Ich hatte ihn schon in Woche 1 geschlagen (jetzt fehlt glaube ich für alle Coaches nur noch Micha) und es wäre typisch gewesen, wenn sie genau mit diesem Spiel enden würde.

    Der Start verlief allerdings katastrophal. Zwei schnelle Drives der Saints, ein Three and Out meiner Offense – 0:14 in Q1. Umso wichtiger war der Anschluss zum 7:14 noch im ersten Viertel. Ab da fand ich besser ins Spiel, auch die Defense stabilisierte sich. Mitte Q2 stand es 14:17 und man konnte die Saints erstmals zum Punt zwingen.

    Von da an rollte meine Offense überraschend gut. Insgesamt Vier TD-Drives in Folge bis zur Halbzeit, während die Saints nur noch ein Field Goal erzielten. Halbzeitstand: 28:20, plus Ballbesitz nach dem Break. Zusätzlich verloren die Saints später ihren Starting-QB Shough, Rattler übernahm, was natürlich beschissen ist in einem Playoffspiel (Grüße an die Broncos).

    Meine Offense blieb effizient: TD im ersten Drive nach der Pause, erneute Antwort der Saints zum 35:27. Ein geblocktes Field Goal ließ kurz Zweifel aufkommen, doch untypischwerweise blieb alles ruhig. Ein weiterer Touchdown stellte auf 42:27. Nach einem Saints-TD ohne erfolgreichen Two-Point-Attempt folgte ein perfekter Drive im vierten Viertel: sechs Minuten von der Uhr, Touchdown, Entscheidung.

    Ein letztes Four and Out der Saints (bedingt auch durch eine katastrophales OLine-Verhalten der Gastgeber) besiegelte den Sieg. Endstand 49:33 und Einzug in die Divisionals.

    Hätte mir das vor der Saison jemand gesagt, hätte ich das mit Sicherheit nicht geglaubt. Die Zeit, in der man einen Maddenehrgeiz und höhere Ziele anstrebte, liegt definitiv in der Vergangenheit. Diese Saison ist, unabhängig vom weiteren Verlauf, ist ein voller Erfolg.

    Vielen Dank an Dominik für das faire Spiel, die entspannte Kommunikation und die Flexibilität bei der Terminfindung. Viel Erfolg in Season 2.

    Stats for Nerds Sonderausgabe - Philadelphia Eagles 


    Wer den letzten Spielbericht der Cardinals gelesen hat, sollte mitbekommen haben, dass sich in diesem ein kleines Rätsel befand, welches mit einer kleien Preisverleihung belohnt werden konnte. Sieger dieses Rätsels war raffjeff mit seinen Philadelphia Eagles. Er war auch der einzige der teilnahm.

    Als Belohnung erhält er eine kleine Miniausgabe der Stats for Nerds über seine Eagles aus dieser Saison. Viel Spaß beim Lesen.


    Die Eagles

    Die Philadelphia Eagles gehören zu den traditionsreichsten Franchises der NFL. Gegründet im Jahr 1933, sind sie tief in der Geschichte der Liga verwurzelt – lange bevor der Super Bowl überhaupt existierte. Bereits in den 1940er-Jahren gewannen die Eagles ihre ersten NFL-Meisterschaften, ehe Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen folgten.

    Der große Durchbruch in der modernen NFL-Ära kam schließlich mit dem Super-Bowl-Sieg 2017, als Philadelphia unter Backup QB Nick Foles und HC Doug Pederson die favorisierten Patriots stürzte – ein Triumph, der bis heute als einer der emotionalsten Momente der Liga gilt.


    Stadion & Identität

    Die Eagles tragen ihre Heimspiele im Lincoln Financial Field aus – einem der lautesten und unangenehmsten Stadien der NFL. Die Fans gelten als kompromisslos, leidenschaftlich und fordernd (um das mal harmlos auszudrücken). In der „City of Brotherly Love“ wird Football nicht konsumiert, sondern gelebt.

    Typisch für die Eagles: physischen Football, dominante Lines, aggressiver Pass Rush und eine Mentalität, die wenig Raum für Ausreden lässt.


    Die MFL Saison 2025: Eine Machtdemonstration

    Mit einem 16–1 Record stellten die Eagles die beste Bilanz der gesamten Liga. Die einzige Niederlage kam in Woche 17 gegen die Bills, als ausschließlich Backups auf dem Feld standen – der First Seed war bereits gesichert, das Ergebnis sportlich bedeutungslos.

    Auffällig:

    Nur ein einziges Spiel unter 26 Punkten – eben dieses Backup-Spiel mit nur 10 erzielten Punkten. In allen anderen Partien präsentierte sich die Offense konstant dominant.

    Besonders eindrucksvoll:

    • 9 Spiele mit 40+ Punkten
      • Nur die Dolphins waren mit 10 Spielen noch explosiver
      • Die Saints lagen gleichauf mit ebenfalls 9
    • 6 Spiele gegen aktuelle Playoffteams
      • Bilanz: 5–1
      • Auch hier wieder: einzige Niederlage im Backup-Spiel

    Dominanz in Division & Conference

    Innerhalb der Division ließen die Eagles keinen Zweifel aufkommen:

    • Alle Division Games gewonnen
    • Division insgesamt mit +78 Punkten outscored
    • Selbst die engsten Spiele gegen die Giants endeten im Schnitt mit +9,5 Punkten

    Interessant:

    Bis zur Divisional Round gab es kein einziges Duell gegen andere „Vogel-Teams“ wie Cardinals, Seahawks oder Falcons – das erste Aufeinandertreffen erfolgt nun in den Playoffs.


    Offense: Effizienz statt Glamour

    Die Eagles-Offense war nicht nur produktiv, sondern vor allem gnadenlos effizient.

    • 588 Punkte – Platz 4 ligaweit
    • Third Down Conversion: 58,1 % – Platz 2
    • Red-Zone-TDs: Platz 3
    • Giveaways: Platz 2 (geteilt)

    Auffällig war der klare Fokus auf das Laufspiel:

    • Rush Yards: 3.172 – Platz 4
    • Pass Yards: nur Platz 26

    Das lag nicht nur an den Stärken des Kaders sondern auch daran, dass man meist früh führte und in den Verwaltungsmodus schalten konnte.


    QB Jalen Hurts

    • Bestes QB-Rating aller Starting QBs: 125,7
    • 3 Spiele mit 150+ Rating
      • Alle gegen Teams der NFC North
    • Spielte kontrolliert, fehlerarm und mit maximaler Wirkung.

    HB Saquon Barkley

    • 2000+ Rushing Yards (einer von nur 5 Spielern)
    • 25 Rushing TDs – Top 2 der Liga

    Bemerkenswert:

      • Kein einziger 1000-Yard-Receiver
      • Punkteverteilung extrem breit → schwer auszurechnen

    Defense: Turnover als Lebenselixier

    Defensiv lebten die Eagles von Aggressivität:

    • Points Against: Platz 5
    • Rush Defense: Platz 5
    • Sacks: Platz 4
    • Takeaways: Platz 3
    • Turnover-Differenz: +26 – Platz 1 der Liga

    Strong Safety Sidney Brown – der unerwartete Star

    • Interception Leader der Liga
    • Niedrigstes OVR-Rating der Safeties im eigenen Kader (<80 OVR)
    • 4 Defensive TDs – Ligabestwert
      → Ein Musterbeispiel dafür, dass Ratings keine Spiele gewinnen – Plays schon.

    EDGE Za’Darius Smith

    • Ältester Defense-Spieler im Kader
    • 14 Sacks – Platz 8 ligaweit
    • Einziger Spieler mit 10+ Sacks im Kader


    Kaderqualität & Tiefe

    Nach Madden-Werten stellten die Eagles den stärksten Playoff-Kader:

    • 21 Spieler mit 80+ OVR
    • 7 Spieler mit 90+ OVR
    • 2 Spieler mit 99 OVR
    • 10 Spieler mit Superstar Dev oder höher
      • davon 3 X-Factors

    Nur die Ravens konnten in der Breite mithalten – minimal.


    Ein Blick auf das „What If“

    In den sogenannten What-If-Standings (alle One-Score-Games ≤8 Punkte):

    • Die Eagles hätten 3 Spiele weniger gewonnen
    • Ergebnis:
      • Nur ein Wildcard-Platz
      • Auswärtsspiel bei Vikings oder Lions

    Die Dominanz war real – aber nicht frei von knappen Momenten.


    Disziplin statt Chaos

    Trotz des fanatischen Umfelds:

    • Nur 13 Penalties – Platz 2
    • Penalty Yards – Platz 3
      → Eines der fairsten und diszipliniertesten Teams der Liga.

    Warum dieses Team den Titel holen kann

    • Elite-Turnover-Differenz
    • Historisch starkes Laufspiel
    • QB auf MVP-Niveau
    • Tiefer, hochklassiger Kader
    • Red-Zone- & Third-Down-Effizienz
    • Disziplin in kritischen Momenten

    Warum es trotzdem schiefgehen könnte

    • Pass Defense anfällig
    • Passing Offense evtl. nicht auf der Höhe, da meist nicht gefordert
    • Einige knappe Siege → Playoff-Varianz
    • Gegner können Barkley fokussieren
    • Backup-Spiel verzerrt Statistiken nur bedingt

    Schlusswort

    Die Eagles gehen nicht als glamourösester, aber als komplettester Contender in die Playoffs und sind der Topfavorit auf den Titel.

    Wenn sie ihren Stil durchziehen – Ballkontrolle, Turnovers, Effizienz – sind sie kaum zu schlagen.

    Doch die MFL-Playoffs verzeihen keine Schwäche. Und genau dort wird sich zeigen, ob Dominanz auch Geschichte schreibt.

    Am Dienstag geht es in der Divisional Round gegen die Cardinals weiter und hier wird sich zeigen rutscht der Favorit aus oder geht die Dominanz in die nächste Runde?