Beiträge von Dezina

    🗽 NEW YORK, NEW ERA

    Der große Roster-Check: Wie weit sind Dezinas Jets wirklich vom Super Bowl entfernt?

    Mit der Übernahme der New York Jets beginnt für Rekordchampion Dezina nicht einfach nur eine weitere Amtszeit. Es ist die Rückkehr zu einer Franchise, bei der nach seinem ersten kurzen Engagement noch etwas offen geblieben ist.

    Diesmal findet der achtmalige Super-Bowl-Champion einen Kader vor, der auf den ersten Blick noch nicht zur absoluten Elite der Liga gehört. Hinter den Kulissen herrscht dennoch bemerkenswert viel Optimismus.

    Der Grund: New York muss nicht komplett neu aufgebaut werden. Das Fundament steht bereits. Viele Schlüsselspieler sind jung, auf nahezu jeder Positionsgruppe findet sich Entwicklungspotenzial und für die kommenden Jahre besitzen die Jets sowohl finanziell als auch im Draft enorme Möglichkeiten.

    Die Ausgangslage lässt sich deshalb mit zwei Zahlen hervorragend beschreiben:

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆ 6/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆ 8/10

    Die Jets sind noch kein fertiges Championship-Team. Aber sie könnten schneller eines werden, als es die aktuelle Momentaufnahme vermuten lässt.

    🏈 Quarterback

    Roster: ⭐⭐⭐☆☆☆☆☆☆☆ 3/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆ 5/10

    Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum.

    Keine andere Positionsgruppe besitzt ein größeres Fragezeichen als Quarterback. Geno Smith bietet Erfahrung und genau die Art von Stabilität, die man von einem klassischen Übergangs-QB erwartet. Dahinter wartet mit Cade Klubnik allerdings ein Rookie, dessen Ceiling deutlich höher liegen könnte.

    Und die Rollenverteilung beginnt sich bereits zu verschieben.

    Smith macht im Camp weitgehend das, was von ihm erwartet wurde. Klubnik dagegen zeigt früher als gedacht, warum die Jets ihn spannend finden. Arm, Athletik und Entwicklungspotenzial sind vorhanden. Gleichzeitig sind seine Rookie-Probleme nicht zu übersehen. Das höhere Tempo, der Druck eines NFL-Pass-Rushs und die wesentlich kleineren Passing Windows führen noch zu Fehlern.

    Trotzdem gilt Klubnik mittlerweile als leichter Favorit auf den Starting Job.

    Die Jets scheinen bereit zu sein, gewisse Wachstumsschmerzen in Kauf zu nehmen. Solange der Rookie in der Preseason nicht völlig einbricht, könnte New York versuchen, seine Entwicklung direkt auf dem Feld zu beschleunigen.

    Entscheidend ist dabei Dezinas Philosophie.

    Der neue Coach verlangt von seinem Quarterback keine wöchentlichen Heldentaten. Im Gegenteil: Ist der QB limitiert, wird das Playbook entsprechend angepasst. Einfache Reads, kurze Pässe, Sicherheit mit dem Football. Der Quarterback soll das System ausführen und nicht permanent versuchen, es zu retten.

    Das QB-Problem ist real. Panik herrscht deshalb aber noch lange nicht.

    💨 Running Back

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆ 8/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆ 8/10

    Wenn Quarterback das größte Fragezeichen der Offense ist, dann ist Breece Hall das größte Ausrufezeichen.

    Hall hat bereits im Training Camp gezeigt, dass er das Zentrum dieser Offense werden kann. Explosiv als Runner, gefährlich als Receiver und jederzeit in der Lage, aus einem unscheinbaren Play einen großen Raumgewinn zu erzeugen.

    Für Dezina ist das durchaus ungewohnt.

    Seine Offenses wurden historisch vom Passing Game geprägt. Nur zweimal in 20 Seasons verfügte er über einen Running Back dieser Kategorie: Saquon Barkley bei den Giants und Ezekiel Elliott bei den Broncos.

    Beide Saisons endeten mit einem Super-Bowl-Run.

    Hall soll nun der Dritte werden.

    Allerdings liegt genau darin auch das Problem dieser Positionsgruppe: Hinter dem Superstar fällt die Qualität deutlich ab. Fällt Hall aus, gibt es aktuell keinen Spieler, dem man ohne Weiteres dieselbe Verantwortung übertragen möchte.

    Zudem liegt ein Teil der Verantwortung beim Coaching Staff selbst. Dezina muss seine traditionell passlastige Offense so anpassen, dass Hall nicht bloß ein weiterer Bestandteil wird.

    Breece Hall muss Big Plays generieren und diese Offense tragen.

    🎯 Wide Receiver

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆ 8/10

    Vielleicht besitzt New York keinen Mike Evans, keinen CeeDee Lamb und keinen Courtland Sutton – also keinen dominanten Receiver jener Kategorie, um die Dezina seine Offense in früheren Stationen gerne aufgebaut hat.

    Dafür besitzen die Jets etwas anderes: Jugend und Möglichkeiten.

    Mit Garrett Wilson, Adonai Mitchell und Omar Cooper Jr. stehen drei junge Receiver zur Verfügung, denen bereits jetzt bedeutende Rollen zugetraut werden.

    Wilson nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Er muss nicht zwingend jede Woche für absurde Statistiken sorgen. Viel wichtiger wird seine Rolle als verlässliche Anspielstation, wenn es darauf ankommt.

    3rd Down. Enges Window. Drive am Leben halten.

    Das sind die Situationen, in denen Wilson zum Fixpunkt werden soll.

    Gleichzeitig soll er Mitchell und Cooper zeigen, was von einem Receiver an der Spitze eines Depth Charts erwartet wird. Hinter diesem Trio gibt es unter anderem mit Tim Patrick zusätzliche Erfahrung und Tiefe.

    Was fehlt, ist der unbestrittene dominante WR1.

    ⚡ Tight End

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆ 9/10

    Kaum eine Positionsgruppe erzeugt intern mehr Vorfreude.

    Mit Kenyon Sadiq und Mason Taylor besitzen die Jets zwei junge Tight Ends mit enormem Entwicklungspotenzial. Besonders Sadiq könnte dabei eine außergewöhnliche Rolle einnehmen.

    Seine Geschwindigkeit macht ihn zu einem Matchup-Problem.

    Sadiq muss nicht einmal jede Woche zehn Bälle fangen, um einen gewaltigen Einfluss auf die Offense zu haben. Muss eine Defense einen Safety abstellen oder ihre Coverage anpassen, entstehen anderswo Eins-gegen-Eins-Situationen.

    Sadiq könnte deshalb zum X-Factor innerhalb der gesamten offensiven Struktur werden.

    Aus einer aktuell guten Positionsgruppe könnte innerhalb kurzer Zeit eine der gefährlichsten des Teams entstehen.

    🧱 Offensive Tackle

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐ 10/10

    Bei keiner Positionsgruppe ist das Vertrauen größer.

    Armand Membou und Olu Fashanu sollen die beiden Außenbahnen der Offensive Line auf Jahre absichern.

    Beide sind jung. Beide besitzen enormes Potenzial. Und beide vermitteln bereits jetzt eine Sicherheit, die gerade angesichts der ungeklärten Quarterback-Situation enorm wertvoll ist.

    Die Erwartungen sind entsprechend hoch:

    Es geht langfristig nicht darum, dass Membou und Fashanu einfach zwei ordentliche Starter werden.

    Sie sollen sich zu einem der besten Tackle-Duos der gesamten Liga entwickeln.

    ⚠️ Interior Offensive Line

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆ 6/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆ 5/10

    Von außen nach innen verändert sich das Bild.

    Joe Tippmann wird als Sicherheitssäule betrachtet. Bei Dylan Parham und Josh Myers sieht man dagegen solide Spieler, aber deutlich weniger Entwicklungspotenzial.

    Das macht die Interior Line zu einer der wenigen Positionsgruppen, bei denen New York bereits heute darüber nachdenken muss, ob die aktuelle Besetzung auch morgen noch ausreicht.

    Es ist keine Katastrophe. Aber es ist eine Schwachstelle.

    Und gerade wenn Klubnik tatsächlich startet, wird Protection durch die Mitte entscheidend. Edge Pressure kann ein junger Quarterback teilweise erkennen und ihm ausweichen. Kollabiert dagegen konstant die Pocket unmittelbar vor ihm, wird die Sache wesentlich schwieriger.

    Hier könnte New York früher aktiv werden als auf vielen anderen Positionen.

    💪 Interior Defensive Line

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆ 6/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10

    Die Interior Defensive Line bietet eine interessante Mischung aus Erfahrung und Jugend.

    Mit David Onyemata und Harrison Phillips stehen zwei etablierte Veterans zur Verfügung. Trotzdem könnten die Jets bewusst einen anderen Weg einschlagen.

    Jowon Briggs, T'Vondre Sweat und Rookie Jackson Jr. sollen früh Chancen erhalten.

    Das junge Trio besitzt bereits Starterpotenzial und passt damit zur übergeordneten Strategie: Nicht jeden vermeintlich sicheren Veteran automatisch vorziehen, sondern herausfinden, welche jungen Spieler Teil der nächsten drei Jahre sein können.

    Gerade Sweat könnte dabei mit seiner Physis eine wichtige Rolle gegen den Run einnehmen.

    Die Gruppe ist heute vielleicht nur durchschnittlich.

    Ihr Ceiling liegt aber deutlich darüber.

    🔥 EDGE

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10

    Hier könnte der nächste große Star der Jets Defense heranwachsen.

    David Bailey kommt mit gewaltigen Erwartungen nach New York. Intern betrachtet man ihn als möglicherweise besten Edge Rusher seines Drafts – und Zeit für ein gemütliches Rookie-Jahr bekommt er nicht.

    Das Ziel für Season 1?

    Rund zehn Sacks und ein ernsthaftes Wort im Rennen um Defensive Rookie of the Year.

    Langfristig liegt die Messlatte noch höher. Spätestens in Season 3 soll Bailey zu den zehn besten Edge Rushern der Liga gehören.

    Auf der anderen Seite steht mit Will McDonald ein solider Partner bereit, während Joseph Ossai zusätzliche Tiefe liefert.

    Das ist wichtig für die defensive Philosophie.

    Dezina möchte Druck erzeugen, ohne permanent zusätzliche Verteidiger schicken zu müssen. Wenn Bailey und McDonald regelmäßig mit einem Four-Man-Rush zum Quarterback kommen, verändert das die Möglichkeiten der gesamten Defense.

    Die Jets brauchen deshalb keinen guten Bailey.

    Sie brauchen einen gefährlichen Bailey.

    🧠 Inside Linebacker

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆ 9/10

    Im Zentrum der Defense steht einer ihrer wichtigsten Spieler:

    Demario Davis.

    Er soll Leader, Run Stopper und verlängerter Arm des Coaching Staffs auf dem Feld sein.

    Um ihn herum gibt es mit Mykal Walker, Jamien Sherwood und Marcelino McCrary-Ball genügend Tiefe und Athletik, sodass diese Gruppe für Season 1 kaum Sorgen bereitet.

    Das Fragezeichen liegt vielmehr in der Zukunft.

    Davis befindet sich in einer Phase seiner Karriere, in der ein möglicher Rücktritt irgendwann berücksichtigt werden muss. Deshalb könnte aus einer der sichersten Positionsgruppen des aktuellen Rosters relativ schnell ein zukünftiges Need werden.

    Für den Moment gilt jedoch:

    Solange Davis in der Mitte steht, besitzt diese Front Seven ihren Anführer.

    🔒 Cornerback

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆ 5/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10

    Nach Quarterback vielleicht die offensichtlichste Schwäche des Teams.

    New York fehlt ein echter Shutdown-Corner, den man bedenkenlos gegen den besten Receiver des Gegners stellen kann.

    Warum liegt die Coach's Confidence trotzdem bei 7/10?

    Weil die Jets zwei Dinge besitzen: Entwicklungspotenzial und Minkah Fitzpatrick.

    Rookie Ponds soll Zeit bekommen, sich zu entwickeln. Gleichzeitig wird New York nicht stur darauf bestehen, seine Safeties ausschließlich als Safeties einzusetzen.

    Und damit kommen wir zu einem der wichtigsten taktischen Aspekte dieser Defense.

    Wenn die Cornerbacks Hilfe benötigen, wird Fitzpatrick sie bekommen lassen.

    Nickel, Outside Corner, Safety – Positionsbezeichnungen sollen ihn nicht einschränken.

    Die Cornerback-Gruppe selbst bleibt eine Schwachstelle.

    Die Jets glauben allerdings, dass sie Wege besitzen, diese zu verstecken.

    ♟️ Safety

    Roster: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆ 7/10
    Coach's Confidence: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆ 9/10

    Minkah Fitzpatrick ist das Schweizer Taschenmesser dieser Defense.

    Und möglicherweise ihr wichtigster Spieler.

    Free Safety? Ja.

    Strong Safety? Natürlich.

    Nickelback? Wenn nötig.

    Outside Corner? Ebenfalls.

    Fitzpatrick soll über die Saison hinweg praktisch überall dort auftauchen, wo New York gerade ein Problem lösen muss.

    Das ist besonders wichtig, weil Dezina defensiv keineswegs permanent All-In gehen möchte.

    Die Front Seven darf aggressiv attackieren. Es wird geblitzt werden. Aber im Kern verfolgt New York einen anderen Ansatz:

    Bend, but don't break.

    Big Plays verhindern. Den Gegner zwingen, lange Drives zu spielen. Darauf vertrauen, dass irgendwann ein Fehler entsteht oder der Pass Rush ein Play zerstört.

    Fitzpatrick ist der Spieler, der dieses Konzept zusammenhalten soll.

    🧬 Konservatives Playcalling – aggressive Entscheidungen

    Wer aufgrund von Dezinas acht Meisterschaften eine spektakuläre Offense erwartet, könnte überrascht werden.

    Die neuen Jets wollen nicht die nächste „Greatest Show on Turf“ werden.

    Sie wollen gewinnen.

    Die Playauswahl soll deshalb grundsätzlich konservativ sein. Turnover vermeiden, sichere Reads anbieten, vorhandene Matchups ausnutzen. Besonders ein möglicher Rookie-QB soll nicht permanent gezwungen werden, schwierige Würfe zu produzieren.

    Attraktivität ist zweitrangig. Effektivität ist entscheidend.

    Interessanterweise endet der Konservatismus allerdings dort, wo Entscheidungen getroffen werden.

    Bei kurzen Fourth Downs will Dezina aggressiv sein. Ein 4th & 2 in einem sinnvollen Bereich wird eher ausgespielt, als freiwillig den Football wegzupunten und darauf zu hoffen, dass die Defense alles regelt.

    Das beschreibt die neue Offense vielleicht am besten:

    Konservative Plays. Aggressive Entscheidungen.

    Defensiv findet sich eine ähnliche Balance.

    Bailey, McDonald, Davis und die restliche Front Seven sollen aggressiv spielen. Der Traum wäre ein dominanter Four-Man-Rush, der Pressure erzeugt, ohne dafür die Secondary zu entblößen.

    Dahinter wird dagegen Sicherheit großgeschrieben.

    New York muss nicht bei jedem Snap den spektakulären Turnover erzwingen.

    Man will verhindern, dass ein Fehler sechs Punkte kostet.

    📈 Der vielleicht größte Trumpf: Die Jets müssen nichts erzwingen

    Das dürfte der wichtigste Unterschied zu vielen anderen Teams sein, die sich irgendwo zwischen Rebuild und Contender befinden.

    New York hat Zeit und Ressourcen.

    Vor Season 1 sind deshalb keine aggressiven Moves mehr geplant. Die Jets möchten zunächst herausfinden, was sie bereits besitzen.

    Klubnik soll seine Chance bekommen. Sadiq soll wachsen. Bailey soll sich entwickeln. Membou und Fashanu sollen gemeinsam Erfahrungen sammeln. Die jungen Defensive Linemen bekommen Möglichkeiten.

    Und währenddessen liegt im Hintergrund eines der mächtigsten Werkzeuge für die Zukunft:

    Drei First-Round-Picks.

    Der eigene Pick wird intern ungefähr im Bereich 16–24 erwartet.

    Der Pick der Dallas Cowboys könnte zwischen 10 und 20 landen und besitzt damit möglicherweise den höchsten Wert.

    Der Pick der Indianapolis Colts wird ungefähr zwischen 18 und 32 prognostiziert.

    Natürlich können solche Prognosen schnell Makulatur sein. Aber nach aktuellem Stand könnte New York im kommenden Draft drei First-Rounder und möglicherweise zwei Top-20-Picks besitzen.

    Dazu kommt eine ausgesprochen komfortable finanzielle Perspektive für die kommenden Seasons.

    Die Konsequenz ist enorm.

    Die Jets müssen jetzt keinen First-Rounder aus Nervosität für einen kurzfristigen Patchwork-Trade verbrennen.

    Im Idealfall bleiben alle drei Picks in New York.

    „Sag niemals nie“ gilt natürlich weiterhin. Sollte plötzlich der perfekte Spieler verfügbar werden, wird Dezina sicherlich ans Telefon gehen.

    Aber momentan lautet die Strategie:

    Entwickeln statt kaufen.

    🏆 Wie gut sind diese Jets wirklich?

    Die Gesamtwertung von 6/10 ist bewusst gewählt.

    Quarterback ist eine echte Schwäche. Interior Offensive Line und Cornerback gehören ebenfalls nicht zur Ligaspitze.

    Aber danach?

    Wo ist das riesige Loch?

    Running Back besitzt einen Superstar. Receiver ist jung und tief. Tight End könnte außergewöhnlich werden. Beide Offensive Tackles könnten langfristig Elite erreichen. Die Front Seven besitzt eine spannende Mischung aus Veteranen und jungen Spielern. Davis gibt ihr Führung. Bailey könnte ihr einen Star-Pass-Rusher geben. Und Fitzpatrick bietet der Secondary eine Lösung für Probleme, die auf dem Papier eigentlich gar nicht seine sein sollten.

    Das erklärt die vielleicht wichtigste Bewertung dieser gesamten Analyse:

    Roster: 6/10.

    Vertrauen des Coaches: 8/10.

    Dezina glaubt offenbar weniger an den aktuellen Status dieses Teams als daran, was er daraus machen kann.

    🎯 Das Ziel für Season 1: Playoffs

    Nach acht Meisterschaften könnte jedes Ziel unterhalb des Super Bowls ungewöhnlich klingen.

    Doch intern bleibt man realistisch.

    Die Playoffs sind das Ziel.

    Das Erreichen der Postseason würde Season 1 grundsätzlich zu einem Erfolg machen. Ein Ausscheiden in der Wildcard Round wäre schmerzhaft, aber angesichts des Entwicklungsstands kein Scheitern.

    Alles, was danach kommt, ist Bonus.

    Das bedeutet allerdings keineswegs, dass die Jets vor den vermeintlichen Schwergewichten kapitulieren.

    Gerade innerhalb der schwierigen Division erwartet man, auch Favoriten wie Buffalo oder New England mindestens zwei- oder dreimal auf dem falschen Fuß erwischen zu können.

    Das Schedule wird insgesamt nicht als Ausrede akzeptiert.

    Verpasst dieses Team die Playoffs, soll nicht anschließend behauptet werden, die Gegner seien einfach zu stark gewesen.

    🔮 Zwei Szenarien entscheiden über Season 1

    Was müsste passieren, damit aus einem geplanten Playoff-Team plötzlich ein Super-Bowl-Contender wird?

    Die Antwort beginnt in der Offense.

    Hall, Wilson und Sadiq müssten schneller zusammenfinden als erwartet.

    Hall müsste tatsächlich der Superstar sein, um den Defenses ihren Gameplan bauen. Wilson müsste die wichtigen Catches produzieren. Sadiq müsste mit seiner Athletik Matchups verändern.

    Und irgendwo dazwischen müsste Cade Klubnik – sofern er den Starting Job tatsächlich gewinnt – schneller erwachsen werden als geplant.

    Defensiv müsste Bailey unmittelbar einschlagen.

    Und vor allem müsste Minkah Fitzpatrick die Secondary tragen.

    Passiert all das gleichzeitig und entwickelt sich dieses ungewöhnlich junge Roster schneller als erwartet?

    Dann besitzt New York genügend Talent, um die eigene Timeline plötzlich zu beschleunigen.

    Und wenn die Playoffs verpasst werden?

    Dann wird die Erklärung deutlich unangenehmer.

    Dann hat der Coaching Staff die vorhandenen PS nicht auf das Gridiron bekommen.

    Denn trotz aller Fragezeichen glaubt Dezina an dieses Team.

    Nicht zwingend daran, dass es schon jetzt eines der besten Roster der Liga besitzt.

    Aber daran, dass genügend Qualität vorhanden ist, um Footballspiele zu gewinnen.

    Fehlende Konstanz wäre deshalb keine Ausrede, sondern ein Problem, für das sich auch der neue Head Coach verantworten müsste.

    🗽 Das Urteil: Noch kein Contender – aber vielleicht der Beginn von etwas Großem

    Die vielleicht spannendste Erkenntnis dieser Rosteranalyse ist, dass die Jets nicht alles in Season 1 herausfinden müssen.

    Funktioniert Klubnik? Großartig. Dann besitzt New York womöglich einen jungen Quarterback und drei First-Round-Picks, die anderweitig investiert werden können.

    Funktioniert er nicht? Dann besitzt New York drei First-Round-Picks, um nach einer Lösung zu suchen.

    Entwickeln sich die Cornerbacks? Perfekt.

    Tun sie es nicht? New York besitzt die Ressourcen, um die Position anzugreifen.

    Dasselbe gilt für die Interior Offensive Line und langfristig vielleicht für den Nachfolger von Demario Davis.

    Genau deshalb fühlt sich dieses Team anders an als ein klassischer Rebuild.

    Die Jets bauen nicht erst einen Kader, mit dem sie irgendwann gewinnen können. Sie versuchen bereits zu gewinnen, während sie ihn bauen.

    Season 1 soll zeigen, wie weit dieses Fundament tatsächlich trägt.

    Season 2 und 3 sollen zeigen, was daraus entstehen kann.

    Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sich Dezinas Rückkehr zu den Jets richtig anfühlt.

    Bei den Giants war die Mission nach einem Super-Bowl-Sieg irgendwann erfüllt.

    Bei den Jets blieb etwas offen.

    Jetzt steht der Rekordchampion wieder in New York. Vor ihm ein junges Team, jede Menge Cap-Flexibilität, drei First-Round-Picks – und eine Franchise, bei der seine Geschichte noch kein richtiges Ende bekommen hat.

    Das Ziel für dieses Jahr sind die Playoffs.

    Aber bei einem Coach mit acht Ringen dürfte jedem klar sein, woran diese Ära am Ende wirklich gemessen werden wird:

    Ring Nummer 9. 🏆

    🗽 Zurück in New York: Rekordchampion Dezina übernimmt die Jets


    Der Teamdraft ist entschieden – und eine der spannendsten Personalien steht fest: Dezina übernimmt die New York Jets. Der achtmalige Super-Bowl-Champion und damit Rekordhalter der Liga beginnt damit ein neues Kapitel seiner Karriere. Wobei „neu“ nicht ganz richtig ist: Für Dezina ist es vielmehr die Rückkehr an einen Ort, an dem noch eine Rechnung offen ist.

    Dabei hätte die Geschichte auch ganz anders ausgehen können. Mit den Tampa Bay Buccaneers stand ausgerechnet Dezinas Lieblingsfranchise zur Verfügung. Doch eine Rückkehr nach Florida kam für ihn nicht infrage. Bereits während seiner dritten Amtszeit in Tampa hatte er klargestellt, dass es keine vierte geben würde.

    Zitat

    „Tampa wird immer meine Franchise sein. Aber ich habe damals bewusst gesagt, dass nach meiner dritten Amtszeit Schluss ist. Daran wollte ich mich halten.“

    Stattdessen geht es nach New York – eine Stadt, die neben Tampa ohnehin einen besonderen Platz bei Dezina einnimmt.

    Eine Rechnung mit den Jets ist noch offen

    Auch die Jets sind für den Rekordchampion kein unbekanntes Terrain. Bereits für eine Saison stand Dezina an der Seitenlinie der Gang Green. In dieser kurzen Zeit gelang es ihm, einen schlagkräftigen Kader aufzubauen – nur der ganz große Wurf blieb aus.

    Und genau das scheint all die Jahre hängen geblieben zu sein.

    Bei der anderen New Yorker Franchise sieht das anders aus. Seine Zeit bei den Giants betrachtet Dezina als abgeschlossen. Dort gelang ihm, was ihm bei den Jets bislang verwehrt blieb: der Gewinn des Super Bowls.

    Zitat

    „Bei den Giants hatte ich am Ende das Gefühl, fertig zu sein. Ich hatte dort meinen Titel gewonnen. Bei den Jets war das anders. Ich hatte in kurzer Zeit ein richtig starkes Team aufgebaut, aber wir haben es nicht zu Ende gebracht. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass da noch etwas offen ist.“

    Nun bekommt er die Gelegenheit dazu.

    Und die Voraussetzungen könnten deutlich schlechter sein.

    Ein Roster nach dem Geschmack des neuen Coaches

    Die Jets besitzen genau das, wonach Dezina beim Teamdraft gesucht hat: einen jungen, bereits konkurrenzfähigen Kader, der trotzdem genügend Raum für die eigene Handschrift bietet.

    Es soll kein jahrelanger Rebuild werden. Der Anspruch lautet vielmehr, bereits in der ersten Saison konkurrenzfähig zu sein und gleichzeitig einen Kader aufzubauen, der über den gesamten Drei-Saison-Zyklus um die Meisterschaft spielen kann.

    Dazu kommt ein gewaltiger Trumpf: New York besitzt drei First-Round-Picks im kommenden Rookie Draft.

    Damit verfügt der neue Coach über enormes Kapital. Die Picks können für junge Verstärkungen genutzt, in Trades investiert oder gebündelt werden, um im Draft aggressiv einen Wunschspieler zu holen.

    Es gibt allerdings eine Position, auf der der Plan noch alles andere als fertig ist.

    Wer wird QB1?

    Geno Smith? Cade Klubnik? Oder taucht vor Saisonbeginn noch ein völlig neuer Name auf?

    Das dürfte die erste große Entscheidung der neuen Jets-Ära werden.

    Option 1: Geno Smith – der sichere Übergang

    Smith erfüllt die Mindestanforderungen, die Dezina an seinen Quarterback stellt – allerdings teilweise nur gerade so.

    Als Bridge-QB für eine Saison wäre er deshalb eine durchaus logische Lösung. Die Jets könnten mit einem erfahrenen Quarterback in die Saison gehen, während der restliche Kader sofort auf die Playoffs angesetzt wird.

    Die Konsequenz wäre allerdings ebenfalls ziemlich klar: Mit drei First-Round-Picks würde New York im kommenden Draft vermutlich aggressiv nach seinem Quarterback der Zukunft suchen.

    Das Problem?

    Niemand kann garantieren, dass dieser Quarterback dann überhaupt existiert.

    Bei einer automatisch generierten Draftklasse können die Jets drei First-Rounder besitzen und trotzdem feststellen, dass kein Prospect ihren Vorstellungen entspricht.

    Option 2: Noch einmal auf den Markt gehen

    Deshalb wird intern auch eine zweite Variante geprüft.

    Aktuell befindet sich zwar kein Quarterback auf dem Markt, bei dem die Verantwortlichen sofort sagen würden: Das ist unser Mann für die kommenden drei Saisons.

    Aber vielleicht findet sich ein Spieler, der zunächst einmal ein Upgrade gegenüber Smith darstellt – und gleichzeitig genügend Potenzial besitzt, um im Notfall längerfristig zu übernehmen.

    Das wäre möglicherweise die eleganteste Absicherung: Ein besserer Bridge-QB, ohne sich bereits auf den Draft als einzige Zukunftslösung festzulegen.

    Option 3: Volles Risiko mit Cade Klubnik

    Und dann wäre da noch der Rookie.

    Cade Klubnik.

    Die langfristig reizvollste und gleichzeitig riskanteste Lösung.

    Intern scheint man Klubnik aktuell noch nicht für vollständig bereit zu halten, sofort eine Mannschaft durch eine schwierige Division in die Playoffs zu führen. Ihm direkt den Starting Job zu übergeben, könnte Siege kosten – und bei den Ansprüchen des neuen Coaches ist eine Übergangssaison ohne Playoffs eigentlich nicht vorgesehen.

    Aber die Upside dieser Variante ist gewaltig.

    Sollte Klubnik schneller als erwartet funktionieren und sich innerhalb seiner Rookie-Saison zum Franchise-QB entwickeln, wäre eines der größten Probleme des Teams praktisch über Nacht gelöst.

    Und plötzlich würden aus den drei First-Round-Picks keine notwendige QB-Versicherung mehr.

    Sie würden zu Luxuskapital.

    New York könnte damit gezielt weitere junge Leistungsträger draften oder auf dem Trade-Markt aggressiv nach Spielern suchen, die aus einem guten jungen Roster einen Meisterschaftskader machen.

    Welchen Quarterback will Dezina eigentlich?

    Nach acht Meisterschaften könnte man vermuten, dass der Rekordchampion ein sehr konkretes Anforderungsprofil besitzt.

    Die Antwort lautet allerdings: Jein.

    Dezina benötigt keinen Quarterback, der jede Woche mit spektakulären Hero-Plays alleine Spiele gewinnt. Ein intelligenter Game Manager, der die richtigen Entscheidungen trifft, die vorgesehenen Plays sauber ausführt, Turnover vermeidet und die Offense im Rhythmus hält, kann in seinem System vollkommen ausreichen.

    Die Philosophie ist simpel:

    Der Quarterback muss nicht die Offense sein. Er muss die Offense funktionieren lassen.

    Das bedeutet allerdings nicht, dass Dezina einen außergewöhnlichen Athleten ablehnen würde.

    Ganz im Gegenteil.

    Fällt ihm irgendwann ein Quarterback vom Typ Lamar Jackson oder Josh Allen in die Hände, wird nicht versucht, diesen Spieler in ein starres System zu pressen. Dann verändert sich das System eben mit ihm.

    Das offensive Playbook ist für Dezina kein Dogma. Es soll die Fähigkeiten seines Quarterbacks maximieren.

    Der Anspruch ist jedenfalls klar

    Für viele Coaches wäre die Übernahme der Jets der Beginn eines Neuaufbaus.

    Für einen achtmaligen Champion gelten andere Maßstäbe.

    Die Jets sollen nicht irgendwann gut werden. Sie sollen sofort gewinnen – und gleichzeitig für die Zukunft gebaut werden.

    Der junge Kader ist vorhanden.
    Das Draftkapital ist vorhanden.
    Der Coach mit acht Titeln ist vorhanden.

    Nur die wichtigste Position im Football trägt noch ein Fragezeichen.

    Geno Smith, Cade Klubnik – oder ein Name, den heute noch niemand auf dem Zettel hat?

    Die erste große Entscheidung der neuen Jets-Ära steht bereits an. Und vielleicht entscheidet sie darüber, ob Dezinas zweite Amtszeit in New York dort endet, wo die erste aufgehört hat – oder ob am Ende endlich auch bei den Jets das steht, was ihm bei den Giants bereits gelungen ist:

    ein Super-Bowl-Titel in New York.

    Das stimmt natürlich. Absolut richtig. Bei denjenigen wo die Sim-Season allerdings scheiße is und die Ratings nach unten gehen, wird das Geheule richtig richtig groß sein. Das kann ich jetzt schon vorhersehen.

    Das ist ja aber genauso als wenn man eine Saison spielt, nur das es diesmal vielleicht auch starke Coaches trifft. Vielleicht kann ja am Ende der Sim Season sogar ein Flashpaddy oder Weezle einen Super Bowl feiern.

    Man muss ja nicht ständig in Schwarz-Weiß denken.
    Fakt ist - drei Saisons zu spielen schaffen hier 80% nicht und zwei einfache Saisons ohne großen Managementfaktor führen zu schneller Langeweile, vor allem bei Spielern die nicht grade zu den Super Bowl Favoriten zählen. Im Letzten Maddenteil war ja gefühlt ab Woche 4 beim Großteil der Liga die Luft raus.

    Vielleicht kann man für die SIM Season ja als Gimmick einführen, dass der Super Bowl von beiden Coaches aus der neuen Coach-Perspektive gespielt wird - sprich beide callen nur die Plays und die CPU spielt selber. Dann haben alle was witziges zu schauen.

    • Ggf. Kann man den xp-slider auf sehr niedrige werte stellen um exponentielle Veränderungen nach oben zu korrigieren.

    Ich find das gar nicht verkehrt, dass einige "random" Spieler abgehen und nach oben schießen. So haben unsere Coaches die sich i.d.R. in einer Win-Range von 0-5 Wins pro Season halten auch mal ne Chance auf starke Upgrades und vielleicht einer Playoff-/Super Bowl Saison in der Sim Season.

    Hey, ich bin im Urlaub die nächsten zwei Wochen. Ich könnte Sonntag am frühen Abend evtl noch kurz, wäre mir aber bisschen zu stressig.


    Nimm dir gerne den FW und dann kriegst du im Rückspiel die Niederlage :td